Satzung

Die Satzung der Jungen Vielfalt

§ 1– Name und Sitz

Der Verein trägt den Namen „Junge Vielfalt”.

Der Sitz des Vereins ist Koblenz.

Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und trägt dann den Zusatz „e.V.“

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 – Zweck und Aufgabe

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Ziele im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Diese sind im Einzelnen:

  • die Förderung der Jugendhilfe, durch
  • Hilfestellung bei individuellen und sozialen Problemen queerer Jugendlicher und junger Erwachsener
  • Anbieten von Coming-Out-Hilfe und Beratungsangeboten
  • Engagement zur Verwirklichung / Aufbau / Unterstützung des Betriebes eines queeren Zentrums in Koblenz
  • die Vernetzung – vorrangig im queeren Bereich – im regionalen, kommunalen, landes- und bundesweiten Kontext
  • die Förderung mildtätiger Zwecke, durch
  • die Unterstützung von Personen die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind
  • die Förderung der Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe, durch
  • Anbieten von Workshops und Fortbildungsangeboten für Bildungs- und sonstige Bedarfsträger
  • die Förderung von Kunst und Kultur, durch
  • Sammlung, Archivierung und Veröffentlichung vorhandener Informationen über den Themenkomplex Queer,
  • die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens, durch
  • Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, die in geeigneter Weise der Bevölkerung die Probleme queerer Jugendlicher und junger Erwachsener deutlich machen sollen,
  • Zusammenarbeit mit ausländischen Vereinigungen und Verbänden vergleichbarer Zielsetzung und Mitarbeit in internationalen Organisationen.

Der Verein möchte insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene dazu befähigen, alters-, sozialisations- und entwicklungsbedingte individuelle und kollektive Probleme zu bewältigen. Dazu betätigt sich der Verein auf den Feldern der Jugendpflege, -arbeit und -hilfe.

Der Verein ist parteipolitisch und weltanschaulich nicht gebunden.

§ 3 – Organe

Organe des Vereins sind

  • die Mitgliederversammlung (MV),
  • der Vorstand

§ 4 – Mitgliedschaft

Es gibt zwei Arten der Mitgliedschaft – die aktive Mitgliedschaft und die Fördermitgliedschaft.

Aktive Mitglieder können natürliche Personen werden, Fördermitglieder können natürliche und juristische Personen werden.

Der Antrag auf Mitgliedschaft ist schriftlich zu stellen, der Vorstand entscheidet über die Aufnahme.

Gegen die Ablehnung, die keiner Begründung bedarf, steht den Bewerber_innen die Berufung an die Mitgliederversammlung zu, welche dann endgültig entscheidet.

Von den Mitgliedern können Beiträge erhoben werden. Die Höhe der Beiträge und deren Fälligkeit wird in einer separaten Beitragsordnung geregelt, welche durch die Mitgliederversammlung beschlossen wird.

Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss, Tod (von natürlichen Personen) bzw. Auflösung (von juristischen Personen) und bei nicht gezahltem Beitrag (§8, Nr. 8).

Der Austritt ist schriftlich zu erklären, er gilt als erfolgt mit Ablauf des Tages, an welchem die Erklärung zugegangen ist.

Ein Mitglied des Vereins kann ausgeschlossen werden, wenn es wiederholt oder erheblich gegen Satzung und Ziele des Vereins verstößt. Ein Ausschluss erfolgt auf Vorschlag des Vorstandes durch die MV mit einer Mehrheit von mindestens 2/3.

§ 5 – Mitgliederversammlung

Die MV ist das oberste Vereinsorgan. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere die Wahl und Abwahl des Vorstands, Entlastung des Vorstands, Entgegennahme der Berichte des Vorstandes, Wahl der Kassenprüfer_innen, Festsetzung von Beiträgen und deren Fälligkeit (Beitragsordnung), Beschlussfassung über die Änderung der Satzung, Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins, Entscheidung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern in Berufungsfällen sowie weitere Aufgaben, soweit sich diese aus der Satzung oder nach dem Gesetz ergeben.

Im ersten Quartal eines jeden Geschäftsjahres findet eine ordentliche MV statt.

Der Vorstand ist zur Einberufung einer außerordentlichen MV verpflichtet, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe von Gründen verlangt oder der Vorstand einen entsprechenden Beschluss fasst.

Die MV wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von 14 Tagen schriftlich unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt als den Mitgliedern zugegangen, wenn es an die letzte dem Verein bekannt gegebene Anschrift gerichtet war. Eine elektronische Zustellung per E-Mail ist möglich.

Die vorläufige Tagesordnung kann auf der MV durch Antrag erweitert werden und wird von der MV beschlossen.

Anträge über die Abwahl des Vorstands, über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins, die den Mitgliedern nicht bereits mit der Einladung zur MV zugegangen sind, können erst auf der nächsten MV beschlossen werden.

Zu Beginn der MV ist eine Sitzungsleitung und ein(e) Schriftführer_in zu wählen.

Jedes Mitglied hat eine Stimme. Das Stimmrecht kann nur persönlich oder für ein Mitglied unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht ausgeübt werden. Eine Stimmrechtsübertragung in Form einer Vollmacht ist möglich, eine Person darf neben ihrem eigenen Stimmrecht maximal ein weiteres durch Vollmacht ausüben.

Bei Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins können nur mit einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.

Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.

Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das von der Sitzungsleitung und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist.

§ 6 – Vorstand

Der Geschäftsführende Vorstand (GV) im Sinn des § 26 BGB besteht aus zwei bis drei Vorsitzenden, wovon eine(r) die Aufgabe des Kassierers wahrnimmt. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Zwei Vorstandsmitglieder vertreten gemeinsam.

Die MV kann durch Beschluss mit einfacher Mehrheit bis zu fünf funktionale Posten für die Dauer eines Jahres im Vorstand einrichten und Personen hierzu, ebenso mit einfacher Mehrheit, als Beisitzer in den Erweiterten Vorstand (EV) wählen.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von einem Jahr gewählt.

Vorstandsmitglieder können nur Mitglieder des Vereins werden. Eine Wiederwahl ist zulässig.

Der Vorstand bleibt solange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

Bei Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt im Vorstand. Sollte der GV dadurch auf unter zwei Vorstandsmitglieder sinken, sind die zur Mindestbesetzung vakanten Posten nach zu wählen. Über die Nachwahl von Beisitzern durch die MV entscheidet der Vorstand. Die Amtszeit der nachgewählten Personen endet mit der ursprünglich anberaumten Amtszeit des Vorstandes.

Im Vorstand haben alle vertretenen Personen eine Stimme, Entscheidungen können mit einfacher Mehrheit getroffen werden.

Der GV kann weitere Mitglieder des Vereins dazu berechtigen, diesen nach außen in definierten Aufgaben zu vertreten. Hierbei ist die Schriftform einzuhalten.

§ 7 – Kassenprüfung

Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von einem Jahr eine(n) Kassenprüfer_in.

Diese/r darf nicht Mitglied des Vorstands sein.

Eine Wiederwahl ist maximal zweimal zulässig.

§ 8 – Finanzen

Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.

Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Ziele verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig.

Der Verein ist in der Verwendung seiner Mittel selbständig. Ausgaben, die über den täglichen Rahmen der Tätigkeit des Vereins hinausgehen, dürfen nur mit Zustimmung des Vorstands getätigt werden.

Alle Ausgaben und Einnahmen sind zu belegen und werden dem Kassierer vorgelegt.

Die Einnahmen setzen sich wie folgt zusammen :

  • Mitgliedsbeiträge,
  • Teilnehmerbeiträge,
  • Spenden,
  • Zuschüsse,
  • Aufwandsentschädigungen,
  • Erlöse aus Veranstaltungen.

Der Mitgliedsbeitrag ist spätestens 2 Monate nach Aufnahme in den Verein fällig, bei laufender Mitgliedschaft 2 Monate nach Beginn des Geschäftsjahres.

§ 9 – Vereinsauflösung

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den „Rat und Tat Koblenz e.V.“ der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat